Weingut Rudolf Fürst
Im Jahr 2025 hatten wir die Gelegenheit, das Weingut Rudolf Fürst, gegründet im Jahr 1638, gleich zweimal zu besuchen – im Februar und im Oktober. Dabei erlebten wir hautnah, wie stark sich die Atmosphäre eines Weinguts im Laufe der Jahreszeiten verändert.


Im Februar scheint das Weingut beinahe im Dornröschenschlaf zu liegen: Die Weine reifen still vor sich hin, das Equipment ruht und wartet geduldig auf seinen nächsten Einsatz. Eine stille, fast meditative Stimmung prägt diese Zeit.
Ganz anders hingegen im Oktober, kurz nach der Lese. Der Duft des jungen Weins liegt in der Luft und vor allem akustisch ist diese Phase etwas ganz Besonderes. Während der Gärung entsteht ein lebendiges Blubbern – als würde der Wein selbst ein kleines Konzert geben. Diesem natürlichen Klangspiel könnte man stundenlang lauschen. Es ist eine einzigartige, beinahe magische Atmosphäre, die das Weingut in dieser Zeit erfüllt.


Doch nun der Reihe nach: Heute führt Sebastian Fürst das Familienweingut. Er nahm sich viel Zeit für uns und führte uns persönlich durch die Anlagen. Ein besonderes Highlight war die Fassprobe.
Wir verkosteten das Große Gewächs Centgrafenberg aus verschiedenen Barriques. Die Fässer stammten von unterschiedlichen Tonnellerien. Der Einfluss des jeweiligen Holzes zeigte sich deutlich im Geschmack. Die Wahl des Barriques wirkt sich spürbar auf den Charakter des Weins aus. Deshalb sind manche Küfer wie Jean-Noël Minier, Rousseau oder DAMY besonders gefragt, während andere weniger Beachtung finden.


Nach der Fassprobe verkosteten wir den aktuellen Jahrgang in der Vinothek. Dieser Teil des Weinguts entstand 2009 und überzeugt mit klarer Architektur und einem beeindruckenden Blick auf die Weinberge. Ein zusätzlicher Raum oberhalb ist für größere Veranstaltungen reserviert.


Sebastian Fürst überzeugt nicht nur fachlich. Er hat auch eine angenehm ruhige, fast melodische Art zu sprechen, der man sehr gerne zuhört. Auch Senior Paul Fürst begrüßte uns bei jedem Besuch persönlich. Er prägte die Entwicklung des Weinguts entscheidend. Seine Ausstrahlung ist besonders. Er wirkt wie ein Gentleman der alten Schule – zugleich sportlich, interessiert und präsent.


Im Durchgang zwischen Kelterhalle und Flaschenlager befindet sich eine besondere „Ahnentafel“ ehemaliger Auszubildender. Viele von ihnen entwickelten sich später zu prägenden Persönlichkeiten der Weinwelt. Ein Beispiel ist Niko Brandner vom Sekthaus Griesel, der hier zwischen 2009 und 2011 tätig war.


Bei unserem zweiten Besuch fuhren wir gemeinsam mit Sebastian Fürst in die Weinberge. Wir besichtigten zahlreiche Lagen. Besonders beeindruckte uns der Hundsrück. Dort steht ein Grenzstein aus dem Jahr 1525. Im Jahr 2025 feierte dieser Ort sein 500-jähriges Bestehen. Diese lange Tradition ist spürbar und schafft großen Respekt.


Sebastian Fürst bewirtschaftet rund 22 Hektar Rebfläche mit großer Präzision. Seine Arbeit zeigt sich klar im Glas. Das Weingut ist seit 1980 Mitglied im VDP und zählt zu den besten Betrieben Deutschlands.


Premium-Weine vom Weingut Rudolf Fürst in Leverkusen

Der Rebsortenspiegel liegt bei etwa 60 % Spätburgunder und 40 % weißen Rebsorten. Dazu zählen Chardonnay, Riesling, Weißburgunder und Silvaner. Der Fokus liegt klar auf den Burgundersorten. Besonders Chardonnay und Spätburgunder sind oft schnell ausverkauft.
Die Weine zeigen Frische, Finesse und eine beeindruckende Vielschichtigkeit. Gleichzeitig bieten sie eine hohe Trinkfreude. Deshalb führen wir viele dieser Weine in unserem Sortiment – auch in Magnumflaschen für besondere Anlässe.
Für uns steht fest: Das Weingut Rudolf Fürst zählt zu unseren absoluten Favoriten – und wir freuen uns, euch diese außergewöhnlichen Weine bei uns in Leverkusen und Umgebung anbieten zu dürfen.
